B 12, Ausbau Kreuzung Freyung Ort

Verbesserung der Verkehrssicherheit; Umbau einer höhengleichen Kreuzung in eine höhenfreie Kreuzung; Anschluss eines neuen Gewerbegebietes

Länge: 0,7 km

Kosten: 13,9 Mio. €

Projektstand: Im Bau

In den vergangenen Jahren wurden im Zuge der B 12 in Niederbayern verschiedene Baumaßnahmen umgesetzt; zuletzt wurden verschiedene Streckenabschnitte der Bundesstraße dreistreifig ausgebaut. Das Staatliche Bauamt Passau will nun die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität auch am unfallträchtigen Knotenpunkt bei Freyung-Ort erhöhen. Bei einer Verkehrszählung im März 2015 wurden am Knotenpunkt etwa 15.300 zufahrende Fahrzeuge pro Tag festgestellt.

Knotenpunktsumbau für mehr Verkehrssicherheit

Die Länge der Baustrecke auf der B 12 beträgt etwa 700 Meter. Geplant ist, die höhengleiche Einmündung der Staatsstraße 2132 in die Bundesstraße 12 in einen teilplanfreien Knotenpunkt umzubauen. Dazu soll die B 12 abgesenkt werden. Gebaut werden soll ein Kreisverkehrsplatz über der durchgehenden B 12 mit Rampen.

Die Staatsstraße 2132 wird mit einer Brücke über die B 12 geführt, auch ein öffentlicher Feld- und Waldweg wird mit Hilfe einer Brücke überquert. Außerdem sind eine Stützwand am Geländevorsprung südlich der B 12 und eine Stützkonstruktion zur Hangsicherung nördlich der B 12 vorgesehen.

Aktueller Stand (Mai 2026)

Der höhenfreie Ausbau der B 12 Freyung-Ort ist ein wichtiges Projekt, mit dem wir die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität an dem unfallträchtigen Knotenpunkt erhöhen wollen. Leider kommt es aktuell zu Verzögerungen bei der Maßnahme.

Hauptgrund dafür ist ein Massenüberschuss, der im Planfeststellungsverfahren nicht in diesem Ausmaß abzusehen war. Ein Massenüberschuss entsteht, wenn bei Erdarbeiten (Aushub) mehr Boden bzw. Material anfällt, als für die anschließende Auffüllung an derselben Stelle benötigt wird. Diese überschüssigen Massen müssen abtransportiert, zwischengelagert oder an anderer Stelle wiederverwendet werden.

Um erhöhte Kosten für Abtransport und Entsorgung zu vermeiden, wird nach einem Zwischenlager gesucht, für das es jedoch einen eigenen Bauantrag braucht. Aktuell versuchen wir zusammen mit dem Landratsamt, eine Lösung herbeizuführen.

Hinzu kommen erforderliche Änderungen bei der Bauwerksplanung. Für das Planfeststellungsverfahren ist zwar bereits eine Planung vorzulegen, diese ist jedoch noch nicht so detailliert wie eine Ausführungsplanung, die für die Ausschreibung benötigt wird. Auch diese Änderungen nehmen Zeit in Anspruch.

Die Ausschreibungen selbst sind ebenfalls zeitintensiv. Nach der Vergabeverordnung (VgV) müssen wir europaweit ausschreiben, so ein Verfahren dauert rund ein halbes Jahr.

Ein weiteres Problem ist die personelle Situation. Brückenbauer sind Spezialisten, diese Fachleute sind gefragt. Hier konkurrieren wir mit Architekturbüros und Baufirmen, von denen wir gerade in unserer Region sehr gute haben. In Fällen von längerer Krankheit oder Elternzeit ist eine Nachbesetzung noch schwieriger, weil diese Stellen nur befristet ausgeschrieben werden können und somit für Arbeitnehmer weniger attraktiv sind.

Personal aus unserer Brückenbau-Abteilung bindet auch die Schanzlbrücke in Passau, die derzeit oberste Priorität hat.

​​​​​​​Sobald das Hauptproblem mit dem Massenüberschuss geklärt ist, werden die weiteren Maßnahmen für den Knotenpunktsumbau ausgeschrieben. Wir rechnen mit der Ausschreibung im Herbst, Baubeginn soll im Frühjahr 2027 sein.

Antworten auf wichtige Fragen

Wird für den Kreuzungsumbau nicht zu viel Fläche verbraucht?

Wieso kann man statt der geplanten höhenfreien Kreuzung keinen Kreisverkehr bauen?

Wieso konnte der Kreisverkehr an der B 12 / B 533 gebaut werden?

Wie sind die Belange der Fußgänger und Radfahrer in den Planungen berücksichtigt?